Reviews

New Look at Bach, 21st-Century Composer
(...)Glimpses of Bach emerged through a funky musical collage that meshed hip-hop turntable scratching on a laptop; various jazz idioms; energetic fiddling by Adam Taubitz that earned cheers from the audience; Middle Eastern and Indian influences; and an irreverent duo between Ms. Dinnerstein and the ensemble.
The New York Times, Wednesday, February 24, 2010

Ensemble mixes it up
(...)But with harmonic stalling came some monster virtuosity from players like saxophonist Schnyder and violinist Adam Taubitz; with Bach as a foil, they soared. You had to think that, with players this daring and facile, any jumping-off point, "previously sacrosanct" or not, would have done just fine.
Philly, Posted on Tue, Feb. 23, 2010
Philly, Philadelphia local news
St. Moritz, 30. Juli 2009
mcj. Halbzeit beim bsi-Engadin Festival, das dieses Jahr auch dem „Gypsy Swing“ oder „Zigeuner-Jazz“ eine Plattform bot. Am Dienstagabend wandelte sich der Speisesaal des St. Moritzer Hotels Waldhaus am See einen Abend lang in einen Swing-Club. Ueber hundert Zuhörer verfolgten dort das Konzert des Quartetts „The Belleville Group“, das in die swingende Welt von Django Reinhardt entführte.
Die Formation unter der Leitung des Violinisten Adam Taubitz spielte aber nicht nur Klassiker wie „Nuages“, „Douce Ambiance“ oder „Manoir de mer rêves“ aus dem Repertoire des legendären Jazz-Giterristen. Adam Taubitz (Geige), Heiner Althaus (Gitarre), Matt Baldinger (Gitarre) und Florenz Hunziker (Kontrabass) swingten sich auch federleicht durch die Welt von Charly Parker, Chic Corea oder John Coltrane, die teils musikalisch den Grundstoff für Eigenkompositionen liferten. Ausflüge in Antonio Jobims Samba-Universum oder griffen Themen aus der Volks-Musik des Balkans auf.
Beeindruckend war die sichliche Spielfreude des Quartetts und vorab die Virtuosität seines Ensemble-Leaders Taubitz, dessn Spiel sich durch eine ungeheure Eleganz auszeichnete. Bemerkenswert auch die uebergänge von den Geigen- zu den Giterrensoli, die sowohl Althaus wie Baldinger bestritten – neben ihrer soli den Rhytmusarbeit, kräftig unterstützt durch den Bassisten.
Victor Harbor Times, Australien, 23. Juli 2009
Aura delights at Newland church
MILTON SMITH
VICTOR HARBOR – The Aura Quartet, pictured at right, performed on Sunday at the Newland Memorial Uniting Church, Victor Harbor. Those attending had the rare fortune of hearing this renowned string quartet, who are all members of the Basel Symphony Orchestra in Switzerland.
It was a world class concert.
Ravel’s Quartet in F was a delight. The phrasing from the opening bars was wonderful, the dynamics sensitive and the interplay between the instruments beautifully executed.
Daniel Schnyder, the composer of the next item, was born in Switzerland in 1961 and moved to New York in 1991. This quartet has three movements: Alexander and Roxanne, Choral in F – A Sunday Morning in Harlem and Wedding Dance. The music was vigorous and even amusing; the final moments of Alexander and Roxanne were quite “witty”, provoking a gentle moment of merriment in the audience. Schnyder’s music is influenced by jazz.
After the interval, the quartet, Adam Taubitz, first violin, Roger Pyne, second violin (whose parents live in Victor Harbor), Christian Vaucher, viola and Conrad Wyss, cello, were joined by Monika Laczofy on piano for Dvorak’s Piano Quintet in A major op.81. This began with a sonorous cello. Even if one did not know that the composer was Czech, the music quickly led in that direction. The piano playing was brilliant. A particular highlight for me was the beautiful chain of suspensions in the last movement. The playing was precise, but extremely musical with superb unity of interaction between the players who, without limit allowed us to enjoy their technical brilliance and marvellous musicianship.
BERLINER PHILHARMONIKER
Die philharmonischen Jazzer widerlegen so manches Klischee vom klassischen Musiker
Mit Leib und Seele
Klassisch ausgebildete Orchestermusiker können alles. Sie können Bach und Beethoven, Schostakowitsch und Schönberg, Monteverdi und Mahler. Aber können sie auch Jazz? Nein, sagt das Klischee. Jazz, das ist etwas für die Experten, also für solche Musiker, die das nötige feeling im Blut haben und in der Seele. Bei aller Liebe, sagt das Klischee, genau dieses feeling fehlt leider den Damen und Herren der klassischen Zunft.
So weit, so falsch. Denn das Klischee kennt anscheinend nicht jene fantastische Formation, die sich innerhalb der Berliner Philharmoniker gebildet hat, und die seit längerem für Aufsehen erregende Konzerterlebnisse sorgt: "The Berlin Philharmonic Jazz Group". Ohne Übertreibung kann man sagen, dass die fünf Musiker den Vergleich mit reinen Jazz-Ensembles locker aushalten können; so manche der berufsmäßigen Jazzer dürften gar vor Ehrfurcht erstarrt sein, so sie Adam Taubitz (Violine, Trompete), Martin Stegner (Viola), Janne Saksala (Kontrabass), Wieland Welzel (Vibrafon) und Franz Schindlbeck (Schlagzeug) einmal improvisierend auf der Bühne erlebt haben.

Dresdner Neueste Nachrichten
Bratsche statt Saxophon
Berlin Philharmonic Jazz Group im Alten Schlachthof
Von Peter Zacher
"Wir sind der kulturelle Verfall der Berliner Philharmonie" nahm Martin Stegner in seiner Begrüßung gleich mal die Skeptiker der "Jazz Group" unter Humor-Beschuss. Den Worten ließ das Quintett indes Taten folgen, die dem Qualitätsanspruch des großen Orchesters mit Weltruf verpflichtet waren. Bemerkenswert, dass allesamt trotz jungen Alters (Jahrgang 1967 oder jünger) Schlüsselpositionen bei den Philharmonikern besetzen. Folgerichtig sind es dann auch diese engagierten und aufgeschlossenen Musiker, die Neues ausprobieren und zeigen, dass falsch verstandenes Spezialistentum nur die Kreativität behindert.
Das Herz der Gruppe ist ohne Zweifel Adam Taubitz (Violine und Trompete). Der in Kattowitz Geborene hat zahlreiche Preise als "klassischer" Geiger abgeräumt und war bereits im zarten Alter von 19 Jahren Konzertmeister des Basler Radio-Sinfonieorchesters. Er ist auch als Jazzer in verschiedenen Formationen aktiv und hat einige Aufnahmen vorgelegt. Nicht nur die originellen Arrangements der Gruppe stammen ihm, er legte auch in zwei eigenen Kompositionen seinen Ideenreichtum dar.
Martin Stegner "muss" nach eigener Aussage Bratsche spielen, tut dies dann "doch" mit Verve und Hingabe, aber nicht ohne das belebende Fünkchen Ironie, mit dem er schon in seiner Ansage auftrat. Anschaulich führte er vor, wie man problemlos mit der Bratsche den lässigen Gitarrenstil pflegen kann. Wieland Welzel, "im bürgerlichen Beruf Solopauker" (Stegner), war der Dritte in der Reihe der Solisten. Mit dem Vibraphon gelangen ihm überzeugende, virtuose Einlagen, die vor allem durch Präzision und changierende Rhythmen glänzten. Für den Backbeat sorgten Janne Saksala am Kontrabass und Franz Schindelbeck am Schlagzeug.
Das Programm war eine recht ungewöhnliche Mischung in Stil, Tempo und Sound; eine Re-miniszenz an viele Größen des Jazz. Klassiker wie "Summertime" von George Gershwin oder "In A Sentimental Mood" von Duke Ellington fehlten ebensowenig wie Stücke von Wayne Shorter oder Chick Corea. Ergänzt, wie erwähnt, durch einige Eigenkompositionen der Musiker. Selten so gehört und wirklich originell: die Arrangements der Nummern. Mit Trompete noch recht vertraut, klangen Geige und Bratsche schon recht ungewohnt, jedoch nicht unpassend als Melodieführer. Dazu trug sicher die unbestreitbare Meisterschaft der Musiker an ihren Klangwerkzeugen bei. Wenn etwas zu kritisieren war, dann wohl nur die Tatsache, dass man ihnen das "Wohlerzogene", das etwas zu Korrekte am Spiel anmerkte. Im Großorchester unabdingbar - in der Jazzgruppe ein klein wenig steif. Dennoch keine Frage: ein gelungener Abend im Alten Schlachthof, den die Zuschauer mit anhaltendem Applaus honorierten. bkn

The Berlin Philharmonic Jazz Group
Jazzkonzert in der Philharmonie Berlin
Musik gelingt selten, und wenn Opernsänger Jazz stemmen, liegt Kitsch näher als klangliches Gold. Die fünfköpfige Berlin Philharmonic Jazz Group zusammen mit dem Bass-Bariton Thomas Quasthoff hingegen lassen sämtliche düsteren Klischees vergessen. Bei der Benefizgala zugunsten des Right Livelihood Awards (Alternativer Nobelpreis) am 9. September 2004 in der Berliner Philharmonie swingte die Band gehörig, während Quasthoff mit allerlei der Klassik unbekannten Stimmtechniken überraschte und sensible Soli mit den hervorragenden Solisten an Violine, Viola und Trompete austauschte.
Mit gelöster Stimme wob der für seine bewegenden Interpretationen von Liedern und Opernpartien bekannte Bariton an dem Stoff, aus dem amerikanische Träume sind: Interpretationen großer Standards des American Songbooks und instrumentale Eigenkompositionen der Berlin Philharmonic Jazz Group standen auf dem Programm. Mit Vibraphon als Harmonieinstrument setzt die Band Akzente und beweist, dass sie ihre philharmonischen Wurzeln nicht verleugnen muss. Der im Jazz so wichtige eigene Sound ergibt sich aus der ungewöhnlichen philharmonischen Besetzung wie von selbst, und Thomas Quasthoff lässt seine einmalige Stimme dazu mit Leichtigkeit fließen. Authentische Technik ist gepaart mit der deutlich hörbaren überbordenden Spielfreude aller Beteiligten. Wenn Quasthoff große Vorbilder wie Louis Armstrong oder Bobby McFerrin mitunter auch allzu wörtlich zitiert, sorgt er doch mit den gekonnten Imitationen für beste Unterhaltung.
Der Erlös aus dem Verkauf des von IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) produzierten Live-Mitschnitts kommt notleidenden Menschen infolge von Kriegen, Industrie- und Naturkatastrophen zugute.
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Von 16 Saiten und 88 Tasten
amü. Die KunstGesellschaft Greifensee (KGG) versprach nicht zu viel, als sie im Vor-feld der Veranstaltung «Kammermusik auf höchstem Niveau» ankündigte. Was am12. Januar im Landenberghaus zu hören war, erfüllte die Erwartungen der Konzertbesucher voll und ganz. Das Aura Quartett zusammen mit dem Pianisten Adrian Oetiker gab im gefüllten Landenbergsaal ein brillantes Konzert.
Robert Schumann - Klavierquintett Opus 44
Eröffnet wurde das Programm mit dem Quintett für Klavier Opus 44 von Robert Schumann. Schon vom ersten Takt an war man fasziniert von der Dynamik im Zusammenspiel des Aura Quartetts mit dem Pianisten Adrian Oetiker. Das «Allegro brillante» war wahrlich ein glänzender Einstieg ins Werk. Nach dem flott vorgetragenen Teil «im Stile eines Marsches» ertönte das Scherzo wie munter daher plätscherndes Wasser. Der Finalsatz wurde zum Steigerungslauf der fünf Musiker und das Spiel verbreitete wirklich eine spezielle «Aura» im Landenberghaus.
Johannes Brahms – Klavierquintett f-Moll Opus 34
«Es sei ‹Magie› für das Aura Quartett, zusammen mit dem Pianisten Adrian Oetiker spielen zu dürfen», zitierte die Präsidentin der KGG, Elisabeth Melcher, in der Konzertansage einen Musiker. Im Quintett von Brahms spürte man diesen Zauber, und der Hörer selbst wurde verzaubert. Das ausgewogene Zwiegespräch zwischen den Streichern und dem Pianisten zog sich vom ersten bis zum letzten Takt durch und begeisterte. Die vielen Motive gingen von Stimme zu Stimme, wurden nuanciert, gespiegelt und wieder zurück-gegeben. Sowohl in den pferdegaloppar-tigen Phrasen des Scherzos wie auch in den dramatischeren Stellen gefi elen der Detailreichtum und die hochpräzise In-terpretation. Im temperamentvollen Finale führte das virtuose Spiel des 1. Violinisten, Adam Taubitz, das Quintett zu einem Feuerwerk der Töne. Es war ein Genuss zu hören, mit welcher Klangfülle die fünf Musiker spielten.

Absolute Arabian Nights
Michael Fowler Centre (Wellington, New Zealand)
March 6, 2008
Absolute Ensemble with Marcel Khalifé, Bashar Khalifé and Bassam Saba
(...)A fantastic reading of Schnyder's 'Concerto for Nay and Orchestra' revealed both the power and subtlety possessed by the Ensemble, combining jazz swing rhythms and middle eastern tonality into a piece which recalled the looping fanfare of klezmer music while providing a wonderful vehicle for solos from violinist Adam Taubitz. At times Jarvi's athletic conducting style flirted with hip hop dance moves, and the Ensemble as a whole displayed more knee movement than any classical group I've seen. From Schnyder's spraying squats to the shimmy of the woodwind players and brief appearances by two traditional belly dancers, the Absolute Ensemble came prepared to get down, even if the crowd preferred to stay seated.(...)









